
Das Trifelsgymnasium entließ die Abiturienten 1980
45 Abiturienten - 27 Herren und 18 Damen – wurden im Rahmen einer kleinen Feier am 21. Juni 1980 in der Aula des Trifels-Gymnasiums in Annweiler verabschiedet. Oberstudiendirektor Gerth beglückwünschte die Abiturienten und ihre Eltern und überbrachte die Grüße des Schulreferenten der Protestantischen Landeskirchenrats der Pfalz, Oberkirchenrat Kronauer. Der Schulleiter eröffnete die Feierstunde mit der Verlesung von Versen aus dem 139. Psalm. In seiner Ansprache erinnerte Herr Gerth zunächst daran, dass einige Mitglieder des Abiturjahrgangs 1980 der Klasse entstammen, die vor 6 Jahren zum letzten Mal als Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums gebildet wurde.
45 Abiturienten – 27 Herren und 18 Damen – wurden im Rahmen einer kleinen Feier am 21. Juni 1980 in der Aula des Trifels-Gymnasiums in Annweiler verabschiedet. Oberstudiendirektor Gerth beglückwünschte die Abiturienten und ihre Eltern und überbrachte die Grüße des Schulreferenten der Protestantischen Landeskirchenrats der Pfalz, Oberkirchenrat Kronauer. Der Schulleiter eröffnete die Feierstunde mit der Verlesung von Versen aus dem 139. Psalm. In seiner Ansprache erinnerte Herr Gerth zunächst daran, dass einige Mitglieder des Abiturjahrgangs 1980 der Klasse entstammen, die vor 6 Jahren zum letzten Mal als Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums gebildet wurde.
In einer Zeit, in der Unzufriedenheit mit dem Bildungswesen und Kritik an der Schule lauter werden, lassen sich nach Meinung des Schulleiters drei Probleme umreißen, welche die Situation erhellen. Da sei einmal der Konflikt des Lehrers, der einerseits der individuellen Schülerleistung gerecht werden möchte, anderseits aber als Funktionär gesellschaftlicher Zwänge und Interessen handeln muß, wenn es um die Festlegung von Noten in einem Zeugnis und damit zum Beispiel um dieVergabe von Studienplätzen geht. Dass auch die Schüler diese Widersprüchlichkeit im pädagogischen Handeln empfinden, zeigten gelegentliche Appelle an die “Menschlichkeit” der Lehrer an einer “kirchlichen Schule”.
Weiterhin werde das Bemühen um mehr demokratische Mitbestimmung in der Schule beieinträchtigt durch die zunehmende Bürokratisierung und juristische Reglementierung des Schulwesens. Das mache sich ebenso in der geringer werdenden Bereitschaft der Schüler bemerkbar, in der SMV mitzuarbeiten, wie in der schwindenden Mitwirkung der Eltern am Schulgeschehen. In einer überschaubaren Schulgemeinschaft wie am Trifels-Gymnasium bestehe noch die Möglichkeit, den Zwang von Verordnungen zu relativieren, wenn man sich nicht hinter ihnen verschanzt. Das erfordere aber den Mut zur Unbequemlichkeit und ein offenes Gespräch. Dazu ermutigte Herr Gerth Lehrer, Schüler und Eltern.
Dann -nicht auf die Abiturienten 1980 gemünzt – sprach der Schulleiter die Tatsache an, daß viele Schüler den Unterricht innerlich unbeteiligt und gleichgültig über sich ergehen lassen, daß Ehrgeiz verpönt ist, daß man Mindestleistung ausrechnet und sich damit zufrieden gibt. Diese Art der Verweigerung läßt Lehrer und Eltern die Frage nach dem Sinn von Schule überhaupt stellen; ihre Ratlosigkeit wirkt wieder auf die Schüler zurück. Anlaß zur Resignation seit dennoch nicht gegeben. Wenn sich Schüler und Lehrer über ihren Standort verständigten, kann dieser Einstellungskonflikt zumindest in der Schule entschärft werden.
Widersprüche wie die genannten gelte es zu ertragen, wo sie nicht gemindert werden können. Das Erfahren von Enttäuschungen bleibe keinen erspart; wir sollten sie aber ebenso wenig Macht über uns gewinnen lassen, wie sie vergessen oder verdrängen. An den Schluß seiner Ansprache stellte der Schuleiter die Ermunterung, sich einzulassen auf die hilfreche Zusage Gottes, wie sie uns im Psalm 139 gegeben ist.
Herr Ott, der Schulelternsprecher, überbrachte Grüße und Wünsche der Elternschaft and die Abiturienten. Josef-Hermann Hanß als Sprecher der Abiturienten verabschiedete seinen Jahrgang auf amüsante Weise. Nach der Ausgabe der Reifezeugnisse wurden folgende Preise überreicht: Stefanie Steiner, Hauenstein, erhielt den Preis des Freundeskreises des Trifels-Gymnasiums for hervorragende schulische Leistungen. Der Preis des Prot. Landeskirchenrats der Pfalz für anerkennenswerten Einsatz in der Wohngemeinschaft ging an Astrid Ladicke, Neustadt/Weinstraße. Den Scheffelpreis im Fach Deutsch bekam Petra Morgenstern, Annweiler. Dieter Rauland, Steinwenden, wurde der Preis der Kultusministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz im Gymnasium zuerkannt.
Zu der gelockerten Atmosphäre und unzeremoniellen Art dieser Entlassungsfeier, an die sich ein geselliges Beisammensein anschloß, trugen auch die umrahmenden musischen Darbietungen bei. Andrea Serr, Annegret Klingel, Claudia Rieder und Herr Dünckel spielten den 1. Satz des “Quintenquartetts” von Joseph Haydn – und erhielten dafür Rosen. Sieben Schüler aus der 7. Klasse trugen als Gruß and die Abiturienten “Le Pélican” von Robert Desnos in französischer Sprache vor, wobei jeder seinen Text für sprachunkundige Zuhörer durch selbstgemalte Bilder verdeutlichte. Manfred Sonnenschmidt hatte die “Sonate Nr. 36″ für Cembalo und Blockflöten von Allessandro Scarlatti zusammen mit Uschi und Gerhard Nuber, Andrea Serr und Iris Dahl eingeübt und bekam für die gelungene Aufführung Sonderbeifall. In einer Zeit, in der Unzufriedenheit mit dem Bildungswesen und Kritik an der Schule lauter werden, lassen sich nach Meinung des Schulleiters drei Probleme umreißen, welche die Situation erhellen. Da sei einmal der Konflikt des Lehrers, der einerseits der individuellen Schülerleistung gerecht werden möchte, anderseits aber als Funktionär gesellschaftlicher Zwänge und Interessen handeln muß, wenn es um die Festlegung von Noten in einem Zeugnis und damit zum Beispiel um dieVergabe von Studienplätzen geht. Dass auch die Schüler diese Widersprüchlichkeit im pädagogischen Handeln empfinden, zeigten gelegentliche Appelle an die “Menschlichkeit” der Lehrer an einer “kirchlichen Schule”.
Weiterhin werde das Bemühen um mehr demokratische Mitbestimmung in der Schule beieinträchtigt durch die zunehmende Bürokratisierung und juristische Reglementierung des Schulwesens. Das mache sich ebenso in der geringer werdenden Bereitschaft der Schüler bemerkbar, in der SMV mitzuarbeiten, wie in der schwindenden Mitwirkung der Eltern am Schulgeschehen. In einer überschaubaren Schulgemeinschaft wie am Trifels-Gymnasium bestehe noch die Möglichkeit, den Zwang von Verordnungen zu relativieren, wenn man sich nicht hinter ihnen verschanzt. Das erfordere aber den Mut zur Unbequemlichkeit und ein offenes Gespräch. Dazu ermutigte Herr Gerth Lehrer, Schüler und Eltern.
Dann -nicht auf die Abiturienten 1980 gemünzt – sprach der Schulleiter die Tatsache an, daß viele Schüler den Unterricht innerlich unbeteiligt und gleichgültig über sich ergehen lassen, daß Ehrgeiz verpönt ist, daß man Mindestleistung ausrechnet und sich damit zufrieden gibt. Diese Art der Verweigerung läßt Lehrer und Eltern die Frage nach dem Sinn von Schule überhaupt stellen; ihre Ratlosigkeit wirkt wieder auf die Schüler zurück. Anlaß zur Resignation seit dennoch nicht gegeben. Wenn sich Schüler und Lehrer über ihren Standort verständigten, kann dieser Einstellungskonflikt zumindest in der Schule entschärft werden.
Widersprüche wie die genannten gelte es zu ertragen, wo sie nicht gemindert werden können. Das Erfahren von Enttäuschungen bleibe keinen erspart; wir sollten sie aber ebenso wenig Macht über uns gewinnen lassen, wie sie vergessen oder verdrängen. An den Schluß seiner Ansprache stellte der Schuleiter die Ermunterung, sich einzulassen auf die hilfreche Zusage Gottes, wie sie uns im Psalm 139 gegeben ist.
Herr Ott, der Schulelternsprecher, überbrachte Grüße und Wünsche der Elternschaft and die Abiturienten. Josef-Hermann Hanß als Sprecher der Abiturienten verabschiedete seinen Jahrgang auf amüsante Weise. Nach der Ausgabe der Reifezeugnisse wurden folgende Preise überreicht: Stefanie Steiner, Hauenstein, erhielt den Preis des Freundeskreises des Trifels-Gymnasiums for hervorragende schulische Leistungen. Der Preis des Prot. Landeskirchenrats der Pfalz für anerkennenswerten Einsatz in der Wohngemeinschaft ging an Astrid Ladicke, Neustadt/Weinstraße. Den Scheffelpreis im Fach Deutsch bekam Petra Morgenstern, Annweiler. Dieter Rauland, Steinwenden, wurde der Preis der Kultusministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz im Gymnasium zuerkannt.
Zu der gelockerten Atmosphäre und unzeremoniellen Art dieser Entlassungsfeier, an die sich ein geselliges Beisammensein anschloß, trugen auch die umrahmenden musischen Darbietungen bei. Andrea Serr, Annegret Klingel, Claudia Rieder und Herr Dünckel spielten den 1. Satz des “Quintenquartetts” von Joseph Haydn – und erhielten dafür Rosen. Sieben Schüler aus der 7. Klasse trugen als Gruß and die Abiturienten “Le Pélican” von Robert Desnos in französischer Sprache vor, wobei jeder seinen Text für sprachunkundige Zuhörer durch selbstgemalte Bilder verdeutlichte. Manfred Sonnenschmidt hatte die “Sonate Nr. 36″ für Cembalo und Blockflöten von Allessandro Scarlatti zusammen mit Uschi und Gerhard Nuber, Andrea Serr und Iris Dahl eingeübt und bekam für die gelungene Aufführung Sonderbeifall.
